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Ostersitten und Osterbräuche
Hier finden Sie viele Infos rund um Ostern |
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| Osterbräuche und Sitten gibt es zwar bereits seit vielen Jahrhunderten, sie haben allerdings erst im letzten Jahrhundert beim hiesigen Volk maßgeblich Anklang gefunden. Heutzutage sind die Eiersuche, das Osterfeuer und der Osterhase beim Osterfest weitgehend nicht mehr wegzudenken, zaubern diese Sitten doch vor allem Kindern jedes Jahr aufs Neue ein Lächeln in die Gesichter. |
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Wichtige Tage in der Osterzeit:
Palmsonntag:
Der Pamsonntag, auch Passionssonntag genannt, ist zwar kein Feiertag in dem Sinne, für die Kirche allerdings trotzdem ein wichtiger Tag, denn er ist der Beginn der Osterwoche und der letzte Tag der Passionszeit. Besagter Tag ist der sechste Sonntag in der Fastenzeit, inhaltlich wird den Einzug von Jesus in Jerusalem gefeiert. Heutzutage werden am Passionssonntag Palmkätzchen und Palmzweige in die Messe mitgebracht um sie durch Weihwasser segnen zu lassen. Diese symbolisieren die damals für Jesus gestreuten Palmzweige, auf denen Christus durch Jerusalem zog. Im folgenden Jahr werden die getrockneten Palmkätzchen am Aschermittwoch verbrannt um damit Aschekreuze auf die Stirn der Gläubigen zu zeichnen.
Gründonnerstag:
An diesem Festtag, auch unter den Namen Heiliger Donnerstag, Hoher Donnerstag oder Weißer Donnerstag genannt, wird als fünfter Tag der Karwoche zum Gedenken an das letzte Abendmahl von Jesus und den zwölf Aposteln gefeiert. Offiziell wird mit Gründonnerstag das Trauerfasten der Fastenzeit beendet, hält heutzutage allerdings traditionell bis Karsamstag an. Da am Gründonnertag zumeist grünes Gemüse, Kräuter und Spinat gegessen wurde, vermutet man, dass dieser Festtag aufgrund dessen seinen Namen hat. Karfreitag:
Am Karfreitag ist das zentrale Thema die Kreuzigung von Jesus. Aber nicht nur das, auch dem Leiden, Sterben und der Aufopferung von Christus, der die Schuld des Menschen aus der Welt nimmt, wird gedacht und gebetet. An diesem Feiertag wird streng gefastet, Fleisch und Alkohol sind strengstens verboten. Obwohl der Karfreitag im kirchlichen Sinne einem immens wichtigen Feiertag darstellt, wird der Karfreitag in Österreich nicht als offizieller Feiertag gehandhabt. Ostersonntag:
Der Höhepunkt des jährlichen Osterfests ist zweifelsohne der Ostersonntag, denn an diesem Tag wird der Freude über die Auferstehung von Jesus Christus, somit den Sieg des Lebens über den Tod, Ausdruck verliehen. Aber nicht nur die gläubigen Christen, sondern vor allem die Kinder freuen sich auf das alljährliche Osterfest, denn am Vormittag des Ostersonntags kommt der Osterhase und versteckt für die Kinder Geschenke und Eier. Die Fastenzeit ist endgültig vorbei, Osterfleisch und Ostereier werden im Kreise der Familie festlich verzehrt. Ausgehend von diesem Datum werden sämtliche Feiertage des Osterfestkreises berechnet, denn wie schon erwähnt, ist der Osterfestkreis ein bewegliches Fest im Kalenderjahr.
Die bekanntesten Bräuche & Sitten
Das Osterei & die Eiersuche:
Das, was wir hierzulande als Osterei bezeichnen, ist ein, zumeist durch natürliche Pflanzenfarben gefärbtes und bemaltes, hart gekochtes Ei, welches am Ostersonntag versteckt und zumeist von den Kindern gesucht wird. Bereits seit dem 12. Jahrhundert werden die Eier ausgeblasen oder hart gekocht, bemalt um sie entweder zu Dekorationszwecken für den Osterstrauch zu nutzen oder die weniger aufwendig bearbeiteten Eier am Ostersonntag zu essen.
Der Osterhase:
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ist die fiktive Gestalt, welche die Ostereier und Ostergeschenke für die Kinder bringt und in Garten und Haus versteckt. Wie jedoch die Gestalt des Hasen zum Verstecken der Eier gekommen ist, ist bis heute nicht gänzlich geklärt.
Das Osterfeuer:
Ein Osterfeuer, dessen Brauch bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts praktiziert, wird jährlich am Osterwochenende entfacht. Als liturgischer Teil ist das Osterfeuer ein gesegnetes Feuer, kann somit dazu verwendet werden, sich von gesegneten Gegenständen, die man nicht mehr benötigt, zu entledigen. Der Pfarrer bzw. Priester entzündet anschließend am Feuer eine Osterkerze und trägt diese danach als Zeichen des Lichts in die Kirche – Jesus ist das Licht der Welt.
Das Osterfeuer als österreichischer Brauch: Hierzulande wird das Osterfeuer am Karsamstag, nach der Auferstehungsmesse, entfacht. Der Osterbrunnen:
Der Brauch des Schmückens von Osterbrunnen stammt aus der fränkischen Schweiz und beginnt jährlich mit Karsamstag. Sämtliche Brunnen im Dorf werden mit Ostereiern und anderen Schmuckstücken geschmückt um für das Wasser, welchem in diesen Regionen einen immens hohen Stellenwert zugeschrieben wird, zu danken. Früher war Wasserarmut in der fränkischen Schweiz ein weit verbreitetes Problem, der Brauch existiert daher schon über hundert Jahren. Außerdem wird dem Osterwasser besondere Kraft zugesprochen.
Die Ostermesse:
Bei der traditionellen Ostermesse, welche die römisch-katholische Kirche am Ostersonntag als Hauptgottesdienst feiert, findet sich der Papst mit zahlreichen Gläubigen im Petersdom ein um mit ihnen zu beten, Messe zu feiern und der Welt den jährlichen Segen „Urbi et Orbi“, zu deutsch der Stadt und dem Erdkreis, zu erteilen.
Das Eierschieben:
Das schieben von Eiern ist eine über 400 Jahre alte Sitte, welche jährlich am ersten Osterfeiertag ausgeübt wird. Zentraler Ort dafür ist Bautzen, in dem am so genannten Protschenberg seit Mitte des 16. Jahrhunderts Eier und andere Gegenstände einen Hang heruntergerollt wurden.
Die Osterkerze:
... ist zumeist eine weiße, aus Wachs bestehende, große Kerze, auf der neben einem großen roten Kreuz auch der erste griechische Buchstabe und der letzte griechische Buchstabe, das Alpha Α und das Omega Ω zu finden sind. Sie symbolisieren den Anfang und das Ende. Die Osterkerze wird in der Osternacht vom Priester mit den dreimal wiederholten Worten Lumen Christi (zu Deutsch: Licht Christi) entzündet und in die Kirche geführt. Von ihr ausgehend werden im Laufe der Osternacht sämtliche eigenen Osterkerzen entzündet, denn das Licht Gottes soll alle Häuser und auch die kommenden Feste im Kirchenjahr erleuchten.
Das Eierpecken:
Das traditionelle Eierpecken, regional auch Eiertitschen genannt, ist ein bayrischer Osterbrauch, der sich nach Österreich, der Schweiz, Russland und im Rheinland verbreitet hat. Das pecken von hart gekochten Eiern hat neben dem spielerischen Zweck vor allem zum Ziel, dass die Schale des Eis des gegnerischen Spielers zerbrochen wird. Dieses traditionelle Osterspiel existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert und erfreute sich bis heute größter Beliebtheit. Heute gibt es in der Mitterteich, einer Oberpfälzer Stadt, bereits Wettkämpfe, bei denen sowohl Kinder wie auch Erwachsene gegeneinander antreten und „hiartet Oier“. Seitens des Eis ist die Härte und die Dicke wichtig um zu gewinnen, denn je stabiler und belastungsfähiger das Ei, desto wahrscheinlicher der Sieg.
Die Fleisch- bzw. Speiseweihe:
Diese Tradition gibt es seit mindestens einem Jahrtausend und besagt inhaltlich, wie sehr die zum Verzehr gesegneten Nahrungsmittel gewürdigt wurden. Heutzutage werden neben Fleischwaren vor allem Eier und Milchprodukte zur Weihe mitgebracht.
Das Osterwasser:
Seit dem 4. Jahrhundert ist die Taufe ein fixer Bestandteil des Osterfests, denn schon immer war das Wasser Lebensspender für Tiere und Pflanzen. Der Priester weiht in der Osternacht das Wasser für die Taufen des gesamten folgenden Jahres. Außerdem wird Wasser für die Häuser der Gemeinde geweiht, welches mitgenommen werden darf um so vor Unheil zu schützen.
Das Osterlachen:
Das Osterlachen ist ein vom 14. bis 19. Jahrhundert gepflegter Brauch, bei dem in der Predigt gelacht werden sollte, denn man wollte auf diese weise einerseits der Osterfreude Ausdruck verleihen, andererseits die Überlegenheit, den Sieg des Lebens über den Tod, darstellen. Das Osterrad:
Dieser Brauch ist vorwiegend in Norddeutschland den Alpen zu finden. Dort lassen die Menschen in der Nacht riesige Räder mit Stroh von Hügeln rollen, denn ein gutes oder schlechtes Ankommen des Rades soll Aufschluss über die zukünftige Ernte geben.
Das Osterlamm:
Das Symbol des Lamms steht für Unschuld und Reinheit, es wird im Christentum auch als Christussymbol gekannt. Die Schlachtung von Osterlämmern stammt wahrscheinlich aus dem Judentum, wegen des Passahfestes, wird heutzutage natürlich nicht mehr praktiziert. Noch mehr Infos zu Ostern erhalten Sie unter: http://www.ostern.at Quelle:
http://www.ostern.at/
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